Prognostizierter Anstieg der Unternehmensinsolvenzen für 2017

Für das laufende Jahr sieht Ron van het Hof, DACH-CEO des Kreditversicherers Euler Hermes, einen Anstieg der weltweiten Unternehmensinsolvenzen. Um 1 Prozent sollen die Pleiten in 2017 zunehmen und damit erstmals seit 7 Jahren eine Trendwende einläuten. Auch wenn das Plus an Pleiten moderat ausfallen wird, so Ron van het Hof, würden die Schäden aus Insolvenzen jedoch erheblich ansteigen. Das liege daran, dass zunehmend größere Unternehmen in Schwierigkeiten geraten werden. Hier deckt sich die Trend-Prognose des Euler-Hermes-CEO für die DACH-Region mit den Zahlen, die das Statistische Bundesamt Anfang Dezember des vergangenen Jahres veröffentlichte.

Moderater Anstieg der Insolvenzen bei steigenden Forderungen

Die Destatis-Hochrechnung für das Gesamtjahr 2016 ergibt zwar ein seit 1999 nicht mehr erreichtes und damit historisch Tief der Unternehmensinsolvenzen (rund 22. 000 Firmenpleiten im Vergleich zu 23.123 Fällen in 2015), doch ließ sich in den ersten drei Quartalen des Vorjahres gleichzeitig ein Anstieg der Forderungen erkennen. Waren es von Januar bis September nämlich noch rund 13,3 Milliarden Euro, stieg diese Summe im Vergleichszeitraum 2016 auf etwa 21,4 Milliarden Euro. Das, so das Statistische Bundesamt, liege vor allem daran, dass man mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registriert habe.

Globaler Dominoeffekt durch Pleiten
Besonders betroffen von dem prognostizierten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen könnten laut Ron van het Hof deutsche Firmen sei, alleine schon aufgrund ihrer starken Export-Ausrichtung. Das gilt umso mehr, als dass Euler Herms für die 5 wichtigsten Handelspartner deutscher Unternehmen mit einem teilweise beachtlichen Anstieg der Pleiten rechnet.

Für die USA steht 2017 ein Plus von 1 Prozent, während die Unternehmensinsolvenzen in Großbritannien um 5 Prozent und in China gar um 10 Prozent steigen werden. Für die Niederlande sieht der Kreditversicherer eine Stagnation, während in Frankreich von einem Rückgang der Firmenpleiten ausgegangen wird. In den Schwellenländern Brasilien und Singapur hingegen sollen die Insolvenzen der Unternehmen im laufenden Jahr um 15 Prozent und in Chile um 12 Prozent steigen.

Ebenso zulegen werden die Pleiten in Marokko, Taiwan, Hongkong, Südafrika, in der Türkei, Russland, Luxemburg, Polen, Kanada, Österreich wie auch in Japan. Aus diesem globalen Plus an Unternehmensinsolvenzen – und das erscheint die Essenz dieser Prognosen – kann ein gefährlicher Dominoeffekt entstehen, der umso stärker und weltweiter wirkt, je größer die Unternehmen sind, die Pleite gehen. Denn umso weiter wird dann der Radius jener Firmen sein, die als Partner von deren Zahlungsunfähigkeit direkt oder indirekt betroffen sein werden.

Mit Debitos Forderungsausfällen proaktiv begegnen
Auch wenn die globale Trendwende in Sachen Unternehmensinsolvenzen hin zu einer Zunahme der Pleiten bisher nur eine Prognose ist, sollten Unternehmen bereits heute ihr Risikomanagement proaktiv und perspektivisch professionalisieren. Mit dem Verkauf offener Forderungen auch gegen insolvente Unternehmen über unsere Debitos Forderungsbörse, lassen sich Gläubigerforderungen schnell und einfach verwerten – bei maximierten Erlösen, einer merklichen Reduktion des Koordinierungsaufwandes und in einer bisher unerreichten Geschwindigkeit.

Verkäufer profitieren vom direkten Wettbewerb der Investoren und können dank der Digitalisierung aller Auktionsprozesse mehrere Interessenten gleichzeitig ansprechen. Deren Echtzeit-Wettbewerb sorgt für das Erreichen transparenter Marktpreise und damit für eine effiziente Verwertung offener Forderungen. Ebenso unterstützt unsere Online-Plattform als etablierter Zweitmarkt für Insolvenzforderungen alle Gläubiger dabei, Zeit und Nerven raubende Insolvenzverfahren signifikant abzukürzen.

Genauso aber nutzen auch Insolvenzverwalter unsere Debitos Forderungsbörse, um der Insolvenzmasse mit dem Verkauf titulierter Forderungen gegen Drittschuldner oder auch von Insolvenzquoten, wertvolle Liquidität zuzuführen. Eine Win-Win-Situation also, die für alle an Unternehmensinsolvenzen Beteiligten maßgeschneiderte und vor allem praktikable Lösungen bietet.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Euler Hermes Blog:

Pressemitteilung Statistisches Bundesamt (Destatis):



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Monte dei Paschi: Rettung durch 20 Mrd. Euro Staatshilfe

Lange haderte Italiens Traditionsbank Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS), den jetzt wenn auch noch nicht offiziell erfolgten Hilferuf in Richtung Rom auszusenden. Nachdem nun aber auch der letzte Hoffnungsschimmer vor den Augen der Investoren verblasste und der Versuch seitens Monte dei Paschi, sich durch Kapitalerhöhung, einen Anleihentausch und vor allem durch das Gewinnen eines Ankerinvestors privatwirtschaftlich mit 5 Milliarden Euro zu rekapitalisieren, scheiterte, muss jetzt der Staat einspringen. Bis zu 20 Milliarden Euro wird die Finanzspritze betragen, die die drittgrößte Bank Italiens aus einem zu schaffenden Rettungsfonds anfordern kann.

Die Dritte im Bunde geretteter Banken
Auch wenn die Rettung von Monte dei Paschi sicher eine sehr starke Signalwirkung an die Kapitalmärkte aussendet, ist die älteste Bank der Welt nicht das einzige Kreditinstitut Italiens, das dieses Jahr auf Staatshilfe setzen wird. Auch die Veneto Banca und die Banca Popolare di Vicenza erhielten in diesem Jahr bereits Liquiditätspritzen in Höhe von insgesamt 1 Milliarde Euro aus dem staatlichen Banken-Rettungsfonds Atlante. Wie viele Banken nun dem Beispiel von Monte dei Paschi folgen könnten, bleibt abzuwarten. Schließlich leiden Italiens Banken unter einer 360-Milliarden-Euro schweren Last an notleidenden Krediten, auch als Folge der seit 2009 anhaltenden Wirtschaftskrise.

Die Rettung der Traditionsbank aus Siena, so Beobachter, sei trotz allem ein gutes Zeichen für die Märkte, kehrten damit doch endlich wieder Gewissheit und Sicherheit bezüglich der Geschäftsfähigkeit der Bank ein. Schließlich hat die BMPS-Aktie dieses Jahr 87 Prozent ihres Wertes eingebüßt, der niedrigste Stand seit des Börsengangs im Jahre 1999. Nur noch rund 442 Millionen Euro beträgt damit die derzeitige Marktkapitalisierung. Zudem meldete die Bank jüngst, dass ihre Liquidität schneller als vorher gedacht zur Neige gehen wird – und zwar innerhalb der nächsten vier Monate.

Private Anleger, institutionelle Investoren: Wer zahlt drauf?
Andererseits ist nun abzuwarten, wen der staatliche Eingriff, der unter dem Etikett “vorsorglicher Rekapitalisierung ” geführt wird, nun verschont und wen er zur Kasse bittet: private Anleger, institutionelle Investoren oder gar beide und falls ja, zu welchen Anteilen? Roms Rettungsplan, so einige Politiker in Strasbourg, widerspreche der seit Januar 2015 geltenden EU-Richtlinie über Bankenabwicklungen und Bankensanierungen.

Sven Giegold, Grüner Finanz- und Wirtschaftspolitischer Sprecher im EU-Parlament, kritisiert, dass eine vorsorgliche Rekapitalisierung nur für liquide Banken zulässig sei und nur dann, wenn eine solche Rettung “keine Verluste in absehbarer Zeit abdecke”. Im Falle der BMPS jedoch, so Giegold, sollte die EU-Kommission die Rettungspläne aus Rom stoppen, da Monte dei Paschi an faulen Krediten von über 200 Prozent ihres harten Eigenkapitals leide und dafür keinerlei Rückstellungen gebildet habe.

Ungeachtet der Warnungen aus Straßbourg, sieht der Rettungsplan jedenfalls vor, dass institutionelle Anleger ihre Tier-1-Anleihen gegen Aktien im Nominalwert von 75 Prozent tauschen können, während Kleinanleger 1:1 wandeln können. Entscheidend bei diesen Tauschmodellen ist nun, wen Italiens Regierung als professionelle und wen als private Anleger klassifiziert und wie institutionelle Anleger für den Wertverlust entschädigt werden sollen.

NPL-Verwertung über Debitos NPL schafft Liquidität
Dass die angeschlagene Monte dei Paschi die staatliche Finanzspritze in Anspruch nehmen wird, wird nicht bezweifelt, auch wenn sie hierfür ein bisher noch nicht bei Italiens Finanzminister Padoan eingegangenes formelles Gesuch stellen muss. Doch wird diese Liquiditätszufuhr die seit über 500 Jahren bestehende Bank nicht davor bewahren, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um die von der EZB geforderten 5 Milliarden Euro aufzubringen. Mit diesem Geld nämlich sollen Verluste gedeckelt werden, die aus dem Verkauf des fast 28 Milliarden Euro schweren Pakets von Non-performing Loans (NPL) erwartet werden.

Mit dem aufsichtskonformen Verkauf notleidender Kredite über unsere Debitos Forderungsbörse kann sich nicht nur die angeschlagene Traditionsbank Monte dei Paschi wertvolle Liquidität sichern – und das bei einer bisher unerreichten Geschwindigkeit. Dank des vollständig digitalisierten Auktionsprozesses können NPL-Verkäufer nämlich mehrere Investoren gleichzeitig ansprechen.

Dieser transparente Echtzeit-Wettbewerb ermöglicht es Banken, ihre Erlöse zu maximieren, ihre Bilanzen zu bereinigen, den internen Koordinationsaufwand zu minimieren und sich damit unabhängig von staatlichen Finanzspritzen, eine neue Handlungsfähigkeit und ein besseres Standing auf den Kapitalmärkten zu sichern.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Bloomberg online:

Tagesspiegel online:

Sven Giegold online:



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Unternehmensinsolvenzen nehmen weiter ab

Mit 123.800 Unternehmensinsolvenzen sank 2016 die Zahl der Firmenpleiten auf ein historisches Tief. Das ist das Ergebnis der diesjährigen Creditreform-Untersuchung. Nur 1999 meldeten annähernd so wenige Unternehmen Zahlungsunfähigkeit an. Im Vergleich zu 2015 ergibt sich damit ein Minus von 3,0 Prozent, mussten vergangenes Jahr doch noch 127.570 Unternehmen den Gang in die Insolvenz antreten. Zudem setzt das diesjährige Tief die seit sechs Jahren währende Tendenz des Rückgangs der Firmenpleiten in Deutschland fort, wenn auch das Minus dieses Jahr und im Vergleich zu 2014 und 2015 (minus 5,5 Prozent respektive minus 4,6 Prozent) insgesamt betrachtet verhaltener ausfiel.

Gründe für diese dennoch positive Entwicklung sieht Creditreform in der guten Binnenkonjunktur und Finanzierungssituation (also beispielsweise zinsgünstige Kredite), was zu steigenden Umsätzen und Erträgen, zu einer verbesserten Zahlungsmoral wie auch zu einer insgesamt verbesserten Stabilität der Unternehmen geführt habe. Ein weiterer Faktor findet sich in der abnehmenden Gründungsaktivität in Deutschland (minus minus 4,4 Prozent Neugründungen zwischen Januar und Juli 2016), sind doch Neugründungen tendenziell stärker von Insolvenzen betroffen als etablierte Unternehmen.

Entwicklung Insolvenzverfahren Deutschland ©Creditreform

Entwicklung Insolvenzverfahren Deutschland ©Creditreform

Regionale, alters- und branchenspezifische Unterschiede
Betrachtet man den Rückgang der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland unter spezifischeren Gesichtspunkten, ergeben sich interessante Nuancen, was die Verteilung auf Regionen, Branchen, Alter und Größe der Firmen angeht. Brachenspezifisch verzeichneten Dienstleistungsunternehmen den größten Rückgang  (minus 7,5 Prozent), gefolgt von Handelsunternehmen (minus 7,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe zeigte einen Rückgang von 4,9 Prozent zum Vergleichszeitraum, während Bauunternehmen 2,0 Prozent weniger Insolvenzen anmeldeten.

Entwicklung der Insolvenzen in den Hauptgewerben ©Creditreform

Entwicklung der Insolvenzen in den Hauptgewerben ©Creditreform

Auch in Sachen Alter gibt es Unterschiede, was die Firmenpleiten angeht. Mit 58,7 Prozent waren weit über die Hälfte der Unternehmen, die 2016 Pleite gingen, nicht älter als zehn Jahre. 2015 machten sie noch einen Anteil von 59,5 Prozent aus. Die “alten Hasen” mit über 20-jähriger Firmengeschichte verzeichneten mit 16,4 Prozent der Gesamtinsolvenzfälle sogar ein leichtes Plus von 0,6 Prozent zum Vorjahr, auch wenn die Firmenpleiten in absoluten Zahlen zurückgingen.

Insolvenzen nach Unternehmensalter ©Creditreform

Insolvenzen nach Unternehmensalter ©Creditreform

Auf regionaler Ebene betrachtet, weisen das Saarland, Sachsen, Hamburg und Brandenburg den höchsten Anstieg der Insolvenzquote auf, während diese in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bremen gesunken ist, sich aber gleichwohl weiterhin auf hohem Niveau bewegt. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Städtevergleich: Die höchste Insolvenzquote weist hier Dortmund auf, wo 159 von 10.000 Unternehmen Insolvenz beantragen mussten. Gefolgt wird die Ruhrmetropole von Halle (Saale) mit einer Insolvenzquote von 149 und Gelsenkirchen (146). Freiburg i. Breisgau blickt auf eine unterdurchschnittliche Insolvenzquote von nur 55.

Insolvenzquoten deutscher Städte_©Creditreform

Insolvenzquoten deutscher Städte_©Creditreform

Hohe Schäden für Insolvenzgläubiger
Eher gegen den Trend verlief die Entwicklung der Schadenssumme für Insolvenzgläubiger. Trotz gesunkener Unternehmensinsolvenzen stieg diese von 19,6 Milliarden Euro in 2015 auf 27,5 Milliarden Euro – und damit um 40,3 Prozent. Die individuelle Schadenssumme für Gläubiger pro Insolvenzfall lag bei 903.000 Euro (2015: 565.000 Euro) und erreichte so den höchsten Wert seit 2012. Gründe hierfür sieht Creditreform in der hohen Zahl großer Schadensfälle wie auch in den Ausfällen bei Mittelstandsanleihen. Von der Zunahme der Schäden durch Insolvenzen war in größerem Maße auch die öffentliche Hand betroffen, mit schätzungsweise 7,9 Milliarden Euro (2015: 6,5 Milliarden Euro).

Abschließend weißt die Creditreform-Untersuchung noch darauf hin, dass Gläubiger ihre Forderungen mitunter verspätet oder gar nicht anzeigen, was zu höheren Forderungsverlusten oder aber auch zur (teilweise) Befriedigung von Gläubigerforderungen in laufenden Verfahren führen könnte. Nimmt man zur weiteren Einschätzung der Schadenssituation aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes, das die Deckungsquote für angemeldeten Forderungen mit durchschnittlich 2,7 Prozent angibt, ist es wahrscheinlicher, dass viele Gläubiger am Ende leider leer ausgehen werden.

Schäden durch Insolvenzinsolvenzen in Deutschland ©Creditreform

Schäden durch Insolvenzinsolvenzen in Deutschland ©Creditreform

Mit Debitos Forderungsausfällen vorbeugen
Auch wenn sich die Tendenz hin zu einem weiteren Rückgang der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland entwickelt, sollte nicht vergessen werden, dass auch bei weniger Firmenpleiten die Schadenssumme für Gläubiger insgesamt und individuell steigen kann. Besser also, man nimmt das Heft des Handelns in die eigene Hand.

Der Verkauf offener Forderungen gegen insolvente Unternehmen über unsere Debitos Forderungsbörse als mittlerweile etablierter Zweitmarkt für Insolvenzforderungen, bietet eine clevere Alternative zu langjährigen Insolvenzverfahren mit am Ende ungewissem Ausgang, was Form und Höhe der Erfüllung von Gläubigerforderungen angeht. Dank des transparenten Echtzeit-Wettbewerbs unter den Investoren, können Gläubiger ihre Forderungen effizient verwerten, ihre Erlöse maximieren und nervenraubende Wartezeiten ganz einfach abkürzen.

Zudem bietet unsere Online-Plattform auch Insolvenzverwaltern eine innovative und flexible Möglichkeit, der Insolvenzmasse mit dem Verkauf titulierter Forderungen gegen Drittschuldner oder auch von Insolvenzquoten wertvolle Liquidität zuzuführen. Am Ende gewinne also alle – zumindest mit dem Forderungsverkauf über unsere Debitos Forderungsbörse.

Die Quelle zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführtem Link:

Pressemitteilung Creditreform:



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EZB: 2017 steht Risikomanagement an erster Stelle

Auch wenn es noch gut zwei Wochen bis zum Ende des Jahres 2016 sind, beeilen sich nicht nur sämtliche Medienformate damit, das ausgehende Jahr rückblickend Revue passieren zu lassen. Ebenso trifft man derzeit auf entsprechende Ausblicke auf das kommende Jahr. Auch der Einheitliche Bankenaufsichtsmechanismus (Single supervisory mechanism, SSM) schlägt in diese Schneise. In der jüngst erschienenen Veröffentlichung “ECB Banking Supervision: SSM supervisory priorities 2017″ werden die wachenden Augen und Finger in die klaffenden Wunden der Euroraum-Banken gelegt: Niedrigzinsumfeld, notleidende Kredite, schwaches Wirtschaftswachstum.

Entsprechend formuliert der SSM seine Prioritäten für 2017:

“To enable banks to address these key risks effectively, European banking
supervision has streamlined its supervisory priorities. For 2017 three priority areas
will guide banking supervision:
1. business models and profitability drivers;
2. credit risk, with a focus on NPLs and concentrations;
3. risk management. “

Risikomanagement mit NPL-Fokus
Dass es der EZB respektive dem SSM in Person seiner Vorsitzenden Danièle Nouy ernst ist, was das Risikomanagement der Euro-Banken im Allgemeinen und den Umgang der Banken mit deren Non-performing Loans (NPLs) im Speziellen betrifft, zeigt sich in weiteren Passagen der Veröffentlichung: “Credit risk remains a key supervisory priority in 2017. A number of institutions continue to exhibit a high stock of NPLs. Having published guidance on NPLs to banks, European banking supervision will – via its NPL task force – continue to support JSTs (Joint Supervisory Teams, a.d.R.) in follow-up actions and supervisory dialogues with respect to the NPL guidance and the assessment of banks’ NPLs.”

In diesem Zusammenhang wollen die Aufseher der Banken nach Konzentrationen von ausfallgefährdeten Krediten in bestimmten Assets forschen und die vor allem von Schiffskrediten ausgehenden Risiken von externer Seite wie auch durch Vor-Ort-Prüfungen evaluieren.

FinTechs: Bedrohung oder Bereicherung?
Ebenso im Fokus des Einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus stehen schließlich auch die kontinuierliche Überprüfung der Geschäftsmodelle der Banken und deren Strategie zur Steigerung der Profitabilität trotz Niedrigzinsumfeld und anderer wegbrechender Einnahmequellen. Auch Fintechs finden in diesem Zusammenghang in der SSM-Publikation Erwähnung, wenn auch keine lobende: “In addition, European banking supervision will explore potential risks for banks’ business models emanating from the emergence of “FinTech” and non-bank competition.” Zudem will das Ausichtsgremium der Europäischen Zentralbank die Outsourcing-Aktivitäten der Banken im Euroraum auch mit Hinblick auf dadurch möglicherweise entstehende IT-Risiken thematisch prüfen.

Mit Debitos Risikomanagement professonalisieren
Als Fintech der ersten Stunde wissen wir von Debitos natürlich, dass eine “Dämonisierung” von Startups im Bereich innovativer und disruptiver Finanzdienstleistungen keinem hilft. Vielmehr können wir aus Erfahrung sagen, dass Banken von einer Kooperation mit IT-fokussierten Finanz-Startups profitieren. Das gilt vor allem für den Abbau notleidender Kredite (Non-performing Loans, NPL) über unsere Online-Plattform. Hierüber nämlich können Banken ihre NPL-Portfolios aufsichtkonform in wertvolle Liquidität umwandeln und ihre Erlöse maximieren.

Durch die Digitalisierung aller Auktionsprozesse, lassen sich mehrere Investoren gleichzeitig ansprechen. Das führt zu bisher unerreichter Geschwindigkeit, zu hoher Transparenz dank des Wettbewerbs der Interessenten, und schließlich auch zu einem fairen Marktpreis, den eingestellte NPLs in den jeweiligen Auktionen erzielen. Hinzu kommen rechtssichere Veträge und selbstverständlich auch höchste Sicherheit, was den Schutz des sensiblen Datenumfelds angeht. Effizienz in Echtzeit, also, die sich auch im minimierten Koordinationsaufwand und in einer neuen Handlungsfähigkeit der Banken jenseits des EZB-Interventionismus widerspiegelt.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Europäische Zentralbank (PDF):

Risko-Manager online:



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UniCredit stärkt Kapitaldecke durch NPL-Verkauf

Italiens Großbank UniCredit verschärft das Tempo, um seine Kapitaldecke weiter, stärker und schneller zu polstern. Ein Teil dieser “Füllung” besteht im Decken von Kapitallücken, wie sie beispielsweise Non-performing Loans darstellen. Und davon hat UniCredit mehr als genug bzw. gar das größte Portfolio fauler Kredite von allen europäischen Banken. Nun hat sich Italiens Branchenprimus mit dem Verkauf eines 1,4 Milliarden schweren NPL-Pakets etwas Luft verschafft.

Die Käufer sind ein Konsortium, das aus der Investmentgesellschaft Pimco und der italienischen Gruppe “Roma Finance” besteht. Zudem sind Verhandlungen über den Verkauf eines weitaus größeren NPL-Portfolios von 50 Milliarden Euro an große internationale Investmentgesellschaften im Gange. Hinzu kommt die Veräußerung von fast einem Drittel (32,8 Prozent) der Anteile an der polnischen Bank Pekao. Hierfür nahm UniCredit 2,4 Milliarden Euro ein und wird bald auch die verbleibende Beteiligung von nunmehr nur noch 7,3 Prozent über die Börse in Warschau verkaufen.

Kapitalerhöhung könnte weitere Entlastung bringen
Zusätzlich zum NPL-Verkauf und der Veräußerung eines Großteils der Pekao-Anteile will UniCredit-Vorstandschef Jean Pierre Mustier noch weitere Maßnahmen ergreifen, um vor allem auch die Last der rund 77 Milliarden Euro schweren Non-performing-Loans-Portfolios zu mindern. Am 13.12. will der Franzose an der Spitze der italienischen Großbank die neue Roadmap vorstellen. Spekuliert wird über eine Kapitalerhöhung, die bis zu 13 Milliarden Euro einbringen soll.

Das frische Geld wird unter anderem dringend benötigt, um die Verluste, die durch bei den Verkäufen notleidender Kredite gewährten Abschläge entstehen, abzufedern. Bedenkt man, dass Mustier den Einschätzungen von Insidern zufolge, für das kommende Jahr das strategische Ziel ausgeben wird, bis zu 20 Milliarden Euro an NPLs aus der UniCredit-Bilanz zu verbannen, wird klar, dass die durch die Abschläge verursachte Lücke in den Bilanzen beträchtlich sein wird.

Mit Debitos NPL-Abbau als Strategie etablieren
Das Beispiel von UniCredit zeigt deutlich, wie überlebenswichtig es für Banken sein kann, notleidende Kredite strategisch abzubauen. Je mehr Investoren angesprochen und von der Attraktivität der NPL-Portfolios überzeugt werden, desto geringer können die Abschläge und desto höher die erzielten Verkaufspreise ausfallen. Kommt dazu noch eine hohe Transaktionsgeschwindigkeit dank der Digitalisierung aller Verkaufsprozesse, profitieren Banken am Ende nicht nur von maximierten Erlösen, sondern auch von einem schnellen NPL-Abbau.

Das und mehr bietet unsere Debitos Forderungsbörse. Über unsere Plattform können Finanzinstitute aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus Italien, Spanien und Großbritannien ihren Bilanzen belastenden Bestand an notleidenden Krediten aufsichtskonform verkaufen. Rund 440 institutionelle Investoren mit einem Kapital von über 1,3 Milliarden bilden die beste Basis, um NPL-Portfolios bei minimalen Koordinationsaufwand effizient zu verwerten und Verkaufserlöse zu maximieren.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Die Presse online:

Handelsblatt online:



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Hoher NPL-Bestand in türkischen Banken

Die politischen Differenzen zwischen der Türkei und der EU weiten sich zunehmend auch auf die Bankenlandschaft des Landes aus. Mit dem signifikanten Wertverfall der Türkischen Lira, straucheln immer mehr Unternehmen beim Bedienen von Fremdwährungskrediten. Die Folge: Eine rasante Zunahme an notleidenden Krediten, die die Bilanzen türkischer Banken belasten. So haben nämlich viele Unternehmen Darlehen in Dollar aufgenommen und müssen bei schwächelnder Lira immer mehr von ihrem Geld in türkischer Währung aufbringen, um ihre Kredite zu tilgen. Daten der türkischen Zentralbank zufolge erreichte der Anteil von Fremdwährungskrediten Ende September mit 148,7 Milliarden Dollar (entspricht 53 Prozent aller Ausleihungen) ein Allzeit-Hoch, während es Ende 2015 noch 139 Milliarden US-Dollar waren.

NPL-Quote legt dramatisch zu
Unter den Folgen der schwächelnden Lira leiden vor allem Finanzinstitute wie Akbank TAS und Turk Ekonomi Bankasi AS. Diese vermeldeten für das 3. Quartal 2016 einen NPL-Anstieg von gut 30 Prozent. Insgesamt markiert die aktuelle Zunahme an notleidenden Krediten ein 7-Jahres-Hoch. Der durchschnittliche Anteil der Non-performing Loans stieg im 3. Quartal des laufenden Jahres auf 3,34 Prozent, während die Quote im Vorjahreszeitraum noch bei 3,01 Prozent lag. Umso verständlicher, dass Experten davor warnen, dass selbst bei einem Ausfall von nur der Hälfte aller NPLs türkischer Banken, die NPL-Ratio auf das höchste Level seit 2009 steigen wird.

Maßnahmen gegen NPL-Zunahme
Um diesem bedrohlichen Szenario etwas Konstruktives entgegenzusetzen, haben sowohl die türkische Regierung wie auch die Zentralbank des Landes Maßnahmen ergriffen. Dazu gehört beispielsweise der Vorschlag, dass Banken ihre Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite an mittelständische Unternehmen halbieren dürfen, auch um ihre Gewinne zu stärken.

Asset Quality Deterioration of Turkish Banks ©Bloomberg

Asset Quality Deterioration of Turkish Banks ©Bloomberg

Zudem senkte die Ratingagentur Fitch den Ausblick für Türkische Banken von “stabil” auf “negativ” und verwies auf zunehmende Risiken, was die politische Instabilität und damit auch die Gefahr für eine weitere Zunahme der Währungs- und Zinsvolatilität angeht. Es wundert also nicht, dass Marktbeobachter trotz insgesamt noch überschaubarer NPL-Bestände und guter Kernkapitalquoten davon ausgehen, dass eine baldige Verschlechterung der Aktivaqualität nur eine Frage der Zeit sei.

Umso lauter die Forderung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan an die Zentralbank des Landes, den Referenzzinsatz zu senken und auch an die türkischen Banken, ihre Kreditzinsen zu verringern, um am Ende auch die Gefahr einer weiteren Zunahme an faulen Krediten wenigstens etwas einzudämmen und auch, um ausländische Banken, die sich zunehmend aus Konsortialkreditgeschäften zurückziehen, wieder Zuversicht zu vermitteln.

Von Debitos profitieren und NPLs effizient verwerten
Der teils dramatisch anwachsende Bestand an Non-performing Loans in den Bilanzen türkischer Banken zwingt nicht nur die Regierung in Ankara zum Handeln. Auch die Finanzinstitute selbst müsse naktiv werden – und das am besten schnell. Mit einer Plattform wie Debitos Debitos Forderungsbörse könnten sie ihre Portfolios von notleidenden Krediten effizient verwerten und dabei von einer bisher unerreichten Transaktionsgeschwindigkeit, maximierten Erlösen und minimiertem Koordinationsaufwand profitieren.

Dank des vollständig digitalisierten Auktionsprozesses können mehrere Investoren gleichzeitig angesprochen und ein transparenter Marktpreis ganz aufsichtskonform ermittelt werden. Das sorgt für Effizienz in Echtzeit. Am Ende stehen entschlackte Bilanzen, wertvolle Liquidität und eine neue Handlungsfähigkeit, die Banken mithilfe unserer Plattform auch ganz ohne staatlichen Interventionismus erreichen und wiederherstellen können.

Die Quelle zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführtem Link:

Bloomberg online:



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Monte dei Paschi: Abwicklung oder vorsorgliche Rekapitalisierung?

Mit dem No zu Matteo Renzis Verfassungsreform haben die Italiener zwar für den Erhalt des Status quo gestimmt, andererseits aber auch Ja zu Veränderungen gesagt- zum Rücktritt des Ministerpräsidenten, wie auch zu möglichen Neuwahlen. Aus denen könnte die euroskeptische Protestpartei „Fünf Sterne“ letztlich als Sieger hervorgehen. Dieses politische Panorama bietet indes keinen guten Ausblick für die Zukunft der unter großer Non-performing-Loans-Last leidenden Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena.

So scheiterte nun vorerst der Versuch des drittgrößten Kreditinstituts des Landes, sich über eine Kapitalerhöhung und einen Anleihentausch privatwirtschaftlich zu rekapitalisieren und 5 Milliarden Euro einzusammeln. Dieser bisherige Rettungsplan sollte eigentlich bis Ende Dezember durchgeführt werden, doch benötigt Monte dei Paschi nun doch etwas mehr Zeit bis zum 20. Januar 2017.

Der gewünschte Aufschub ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Entscheidung eines Konsortiums von Investmentbanken für oder gegen eine Teilnahme an der Kapitalerhöhung angesichts der großen Unsicherheit über die politische Zukunft und künftige Stabilität Italiens noch aussteht. Die EZB aber, so teilte Monte dei Paschi in einer Pressemitteilung vom Abend des 09. Dezembers mit, habe sich zur gewünschten Fristverlängerung bisher noch nicht geäußert. Dafür aber erhob die Ratinagentur Moody`s die Stimme und senkte den Ausblick für Italien von “stabil” auf “negativ”.

Vorsorgliche Rekapitalisierung oder gar einheitlicher Abwicklungsmechanismus
Das Schweigen der Europäischen Zentralbank könnte Monte dei Paschi di Siena in die Auffang- oder auch -abwicklungsarme der kommissarischen italienischen Regierung treiben. Eine mögliche Lösung besteht nämlich in der “vorsorglichen Rekapitalisierung” der Bank aus der Toskana. Im konkreten Fall würde der italienische Staat Nachrang-Anleihen von rund 40.000 Kleinanlegern aufkaufen, um diese dann in Aktien umzuwandeln.

Durch diese Transkation würde Italien künftig bis zu 40 Prozent der Anteile an Monte dei Paschi die Siena halten. Verglichen zu den bisher nur 4 Prozent an Anteilen, käme dies einer Art präventiven Teilverstaatlichung gleich. Auch denkbar ist eine mehr oder minder geordnete Pleite. In diesem Fall käme der einheitliche Abwicklungsmechanismus (SRM) zum Tragen. Folglich müssten zwar nicht die Steuerzahler, dafür aber vor allem die Anteilseigner und (Anliehen)-Gläubiger – und damit eben auch die Kleinanleger – unfreiwillig zur Rettung respektive Abwicklung beitragen.

Mit Debitos NPL-Verwertung effizient gestalten
Welchen Weg die angeschlagene Monte dei Paschi einschlagen wird, bliebt abzuwarten. Fest steht, dass jede Etappe hin zu einer Rettung oder Abwicklung mit einem klaren Wegweiser zum schnellen und effizienten Abbau der belastenden NPL-Portfolios ausgeschildert sein sollte.

Unsere Debitos Forderungsbörse bietet nicht hierfür nur Italiens Banken eine moderne Plattform, auf der sie notleidende Kredite schnell, aufsichtskonform und bei maximierten Erlösen verwerten können. Der vollständig digitalisierte Auktionsprozess ermöglicht es, mehrere Investoren gleichzeitig anzusprechen und durch deren Echtzeit-Wettbewerb transparente Marktpreise zu erzielen. So wird wertvolle Liquidität generiert, die Bilanzen werden entlastet, der interne Koordinationsaufwand wird spürbar reduziert und ein großes Stück Handlungsfähigkeit wieder hergestellt.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Reuters online:

Pressemitteilung Monte dei Paschi di Siena (Italienisch):



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Akzeptanz für ESUG nimmt bei Unternehmen zu

Immer mehr Unternehmen sehen das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) als hilfreiche Option und zweite Chance, um in finanzielle Schieflagen geratene Firmen zu sanieren. Das ergab eine gemeinsame Umfrage des Bundesverbandes ESUG und Sanierung (BV ESUG), des Deutschen Instituts für angewandtes Insolvenzrecht (DIAI) und des Wirtschaftsinformationsdienstleisters Creditreform. Über ein Drittel (67 Prozent) der insgesamt 1.200 befragten Unternehmen unterschiedlicher Branchen stehen mittlerweile der vor gut 4 Jahren reformierten Insolvenzordnung positiv gegenüber. Vor zwei Jahren waren es nur 61 Prozent, die ESUG als hilfreiche Restrukturierungsmaßnahme sahen. Auch ergab die Umfrage, dass 40 Prozent der befragten Unternehmen das Schutzschirmverfahren in einer eigenen finanziellen Schieflage nutzen würden.

Branchenspezifische Akzeptanz und ESUG-Unbekanntheit
Auch wenn die Akzeptanz gegenüber der reformierten Insolvenzordnung in Summe gestiegen ist, lassen sich laut BV ESUG dennoch unterschiedliche Wahrnehmungen in den verschiedenen Wirtschaftszweigen feststellen. Während nämlich 75 Prozent der Großhandelsunternehmen ESUG als Chance erkannt haben, sei die Akzeptanz im Einzelhandel mit nur 59 Prozent weniger stark ausgeprägt, so die Umfrage. Hinzu kommt, dass nicht jede Branche gut informiert sei, was die Möglichkeiten der Insolvenz in Eigenverwaltung angeht. Nur rund 30 Prozent der Befragten und öfter von Schieflagen betroffenen Bau- und Einzelhandelsunternehmen sind grundsätzlich im Bilde, was die Bestimmungen und Möglichkeiten des seit Dezember 2011 geltenden Schutzschirmverfahrens angeht.

ESUG-Akzeptanz in Deutschland ©Creditreform

ESUG-Akzeptanz in Deutschland ©Creditreform

Deutscher Mittelstand für Sanierung außerhalb von Insolvenzverfahren
Neben der gestiegenen ESUG-Akzeptanz sprachen sich zudem auch zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen für Restrukturierungsverfahren aus, die Firmensanierungen auch außerhalb der Insolvenzordnung ermöglichen. Damit gehen sie konform mit einem kürzlich seitens der EU-Kommission vorgestellten Maßnahmenpakets zu Unternehmensinsolvenzen, das auf eine Erhöhung der Effizienz der Insolvenz-, Umstrukturierungs- und Schuldenbefreiungsverfahren setzt.

Ziel soll am Ende sein, eine Insolvenz und die Entlassung von Mitarbeitern zu vermeiden, die übermäßig langen und teuren Verfahren abzukürzen und dadurch niedrige Einbringungsquoten und nicht beglichene Schulden zu verringern, so die EU-Kommission. Diese zweite Chance erhalten laut Plänen aus Brüssel aber nur jene Unternehmen, die trotz finanzieller Schwierigkeiten gute Überlebenschancen haben, d.h. weiterhin zahlungsfähig und somit noch nicht insolvenzantragspflichtig sind. Die betroffenen Unternehmen können weitgehend eigenständig und unter nur minimaler Begleitung eines Gerichts ihre drohende Insolvenz verwalten. Zudem müssen sie sich nicht mit allen, sondern nur mit einigen Gläubigern absprechen.

Skepsis gegenüber EU-Plänen
Die Vorstöße aus Brüssel, vorinsolvenzliche Sanierungsverfahren als eine Art Writschaftswachstumsmotor einzusetzen, stoßen nicht bei allen Unternehmen auf Akzeptanz – und bisweilen gar auch starke Skepsis. So monieren Kritiker, dass das deutsche Insolvenzrecht (und damit auch ESUG) ausgehöhlt werden könnte, zu Ungunsten einer nachhaltigen Restrukturierung von insolvenzgefährdeten Unternehmen. Auch könnten aufgrund des neuen Mehrheitsprinzips nur ausgewählte Gläubiger bevorzugt werden bzw. die Bedingungen der Sanierung in ihrem Sinne diktieren, während andere Gläubiger Gefahr liefen, am Ende leer auszugehen, da Einigungen über Restrukturierungsmaßnahmen nicht mehr mit allen getroffen werden müssten.

Forderungsverkauf schafft Chancengleichheit für Gläöubiger
Gleiches Recht für alle Gläubiger ist daher mehr denn je gefragt – beispielsweise mit dem Verkauf offener Forderungen über unsere Debitos Forderungsbörse. Hierüber erhalten Gläubiger die Chance, ihre Forderungen gegen insolvente Unternehmen in wertvolle Liquidität umzuwandeln. Zudem werden langwierige Insolvenzverfahren signifikant abgekürzt, denn der Forderungsverkauf über Debitos zeichnet sich vor allem durch Geschwindigkeit und Effizienz in Echtzeit aus. Einzelne Forderungen oder auch ganze Forderungspakete lassen sich im transparenten Auktionsverfahren verkaufen, wobei die Verkäufer stets die volle Kontrolle behalten. Sie bestimmen den Mindestpreis, die Auktionsdauer und entscheiden, welche Forderungen sie verkaufen möchten, ganz ohne Bindung an starre Rahmenverträge, bei voller Flexibilität und allen Möglichkeiten, offene Forderungen in wertvolle Liquidität umzuwandeln.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Pressemitteilung Bundesverband ESUG und Sanierung (BV ESUG):

Pressemitteilung Europäische Kommission:

Pressemitteilung Creditreform:

Wirtschaftswoche online:



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Royal Bank of Scotland besteht BoE-Stresstest nicht

Die bereits angeschlagene und seit der Finanzkrise zu fast Dreiviertel verstaatlichte Royal Bank of Scotland Group (RBS) fiel als einziges britisches Finanzinstitut durch den neuesten Stresstest der Bank of England (BoE) - und das auf ganzer Linie. Zwar zeigten Standard Chartered und auch Barclays einige Defizite auf, doch reichten den Londoner Währungshütern deren bereits vorgelegte Pläne, um sie am Ende doch nicht zum Nacharbeiten zu verdonnern:“Barclays did not meet its CET1 systemic reference point before AT1 conversion in this scenario. In light of the steps that Barclays had already announced to strengthen its capital position, the PRA Board did not require Barclays to submit a revised capital plan.”

Insgesamt ließ die Bank of England sieben Großbanken durch den Stresstest laufen. Die Ergebnisse von HSBC, Lloyds Banking Group, Nationwide Building Society und Santander UK wiesen keine signifikanten Eigenkapitallücken in deren Bilanzen auf. Für die Royal Bank of Scotland jedenfalls heißt es jetzt, mindestens zwei Milliarden Pfund, d.h. 2,35 Milliarden Euro, an Kapital aufzubringen.

Resilience of the financial system ©Bank of England

Resilience of the financial system ©Bank of England

Verstärkter NPL-Abbau soll Kapitallücke schließen helfen
Die Botschaft der Bank of England bzw. der Aufsichtbehörde Prudential Regulation Authority (PRA) bezüglich der Kapitalausstattung der Royal Bank of Scotland fiel desaströs aus: “The results show that RBS’s capital position fell below its CET1 hurdle rate of 6.6% and Tier 1 leverage hurdle rate of 3% in the hypothetical stress scenario with a low point of 5.9% CET1 ratio and 2.9% leverage ratio in 2017 after ‘strategic’ management actions. The stress test demonstrates that RBS remains susceptible to financial and economic stress.” Um diese Lücken in der Eigenkapitalausstattung zu schließen und auch, um das von ihr ausgehende systemische Risiko zu mindern, will die RBS neben Kosteneinsparungen nun auch verstärkt notleidende Kredite abbauen.

Stress testing the UK banking system: 2016 results ©Bank of England

Stress testing the UK banking system: 2016 results ©Bank of England

NPL-Abbau für Stresstest-Entspannung
Der um die Komponente systemic reference point erweiterte Stresstest der BoE wies vor allem bei der Royal Bank of Scotland akuten Handlungsbedarf auf. Der Verkauf von Non-performing Loans, um die Kapitalausstattung zu erhöhen und das systemische Risiko einer Pleite zu senken, ist zweifelsohne eine gute Entscheidung seitens der RBS. Unsere Debitos Forderungsbörse als europaweit einziger Zweitmarkt für notleidende Kredite, bietet dafür die idealen Bedingungen. Banken aus Italien, Spanien, Großbritannien wie natürlich auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz profitieren von einer aufsichtskonformen und einfachen Möglichkeit, ihre NPL-Portfolios über unsere Plattform effizient zu verwerten und ihre Bilanzen dadurch schnell zu verschlanken.

Das alles geschieht mit einer bisher unerreichten Geschwindigkeit und bei gleichzeitig minimiertem Koordinationsaufwand. Die Digitalisierung des gesamten Auktionsprozesses erlaubt die Ansprache gleich mehrerer Interessenten. Deren Echtzeit-Wettbewerb sorgt für maximierte Erlöse und dient der Einschätzung eines fairen Marktpreises für eingestellte Non-performing Loans. Bereits über 1.400 Verkäufer und gut 420 institutionelle Investoren nutzen Debitos, um offene Forderungen in wertvolle Liquidität umzuwandeln. Vielleicht gehört bald auch die Royal Bank of Scotland zu unseren Kunden.

Die Quellen zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführten Links:

Wirtschaftswoche online:

Bank of England:



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Starkes Fintech-Wachstum in Frankfurt

Eine aktuelle Studie der comdirect bank AG zeigt, was viele in Sachen Fintech längst schon vermutet haben: Berlin ist und bleibt die Hochburg der Start-ups, die mit ihren digitalen und disruptiven Geschäftsmodellen die etablierten Finanzdienstleister und deren Wertschöpfungskette angreifen. Dass sich diese jungen Finanzunternehmen vor allem in der Bundeshauptstadt bärenwohl fühlen, lässt sich in folgenden Zahlen beziffern: Seit 2012 haben 179 Startups und 734 Millionen Euro Wagniskapital in Berlin zusammengefunden und sind dort sesshaft geworden.

An zweiter Stelle steht München. In der bayrischen Landeshauptstadt sind mittlerweile 62 Fintechs heimisch und konnten die letzten Jahre auf insgesamt 155 Millionen Euro Venture Capital zurückgreifen. Auf dem dritten Rang folgt Hamburg (53 Fintechs und 212 Millionen Euro Kapital).

Frankfurt holt auf in Sachen Fintechs
Auch wenn die Mainmetropole “nur” auf Rang 4 im comdirect-Ranking der Fintech-Standorte liegt, zeigt sie mit einem Wachstum von 115 Prozent gegenüber 2014 die stärkste Dynamik in Sachen Finanzstartup-Gründungen. 58 Fintechs haben aktuell ihren Sitz in Frankfurt. Dem gegenüber stehen jedoch nur 48 Millionen Euro Wagniskapital. Bedeutet: In nur zwei Jahren verdoppelte sich die Zahl der Gründungen mit andererseits und im Verhältnis zu den anderen Metropolen wenig Venture Capital. Hinter Frankfurt finden sich schließlich noch Düsseldorf (13 Gründungen und 35 Millionen Euro Wagniskapital) und Köln (19 Gründungen und 20 Millionen Euro Wagniskapital).

FinTech Deutschland_Standort Ranking ©comdirect AG

FinTech Deutschland_Standort Ranking ©comdirect AG

Debitos’ Digitalisierung des Forderungsverkaufs weist neue Wege
Die comdirect-Standortbestimmung deutscher Fintechs verdeutlicht, mit welcher Dynamik die jungen Finanzunternehmen wachsen – in Sachen Gründungen, Technologien und auch mit Hinblick auf das Wagniskapital, das sie erhalten. Dass dieses Verhältnis nicht immer (und noch nicht) stimmt, zeigt das Beispiel Frankfurts. Es zeigt jedoch auch, dass sich die Fintechs trotz aller Widerstände und Gründungstolpersteine prächtig entwickeln. Die Erfolgsformel der Finanzstartups – und damit auch unserer Debitos Forderungsbörse – besteht zweifelsohne darin, dass sie mit innovativen Anwendungen die Bedürfnisse der Kunden nach Flexibilität, einfachem Handling, Ortsunabhängigkeit und Endgeräte übergreifenden Applikationen passgenau abbilden.

Etablierte Banken ihrerseits können dank Kooperationen mit Fintechs von diesen innovativen Lösungswegen ebenso profitieren – und damit letztlich auch deren Kunden. Wie diese Symbiose aussehen kann, zeigen die mittlerweile zahlreichen Banken aus Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien, Österreich und der Schweiz, die bereits seit 2010 Debitos als europaweit einzigen Zweitmarkt für notleidende Kredite nutzen. Die Vorteile dieser Zusammenarbeit mit Debitos als nun schon etabliertes Fintech sind dabei vielfältig: Traditionelle Banken minimieren dank der Digitalisierung des gesamten Auktionsprozesses den internen Koordinationsaufwand. Zudem entlasten sie mit dem regresslosen Verkauf ihrer Non-performing Loans ihre Bilanzen aufsichtskonform, maximieren ihre Erlöse in bisher unerreichter Geschwindigkeit und wandeln notleidende Kredite in wertvolle Liquidität um. Eine klare Win-Win-Situation also, die zeigt, wie Fintechs und etablierte Banken erfolgreich kooperieren können.

Die Quelle zu unserem Artikel wie auch weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter unten aufgeführtem Link:

Pressemitteilung comdirect:



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